Körpersprache entschlüsselt, Teil 1
Wie können wir Körpersprache nutzen, um andere zu beeinflussen?
Körpersprache oder nonverbale Sprache macht mehr als 50 % dessen aus, was wir im Umgang mit anderen ausdrücken. Fundiertes Wissen über Körpersprache hilft dir, zwei Dinge zu erreichen:
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Du kannst deine verbale Botschaft mit positiver, offener Körpersprache in Einklang bringen. Das verbessert deine gesamte Ausstrahlung als souveräner und einflussreicher Sprecher. Dein Gegenüber nimmt diese gezielte Wirkung wahr und wird dir während der Interaktion eher vertrauen.
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Du kannst die Körpersprache deines Gegenübers lesen und feststellen, ob das, was ihm durch den Kopf geht, mit dem übereinstimmt, was er verbal äußert. Die Körpersprache eines anderen Menschen zu lesen ist eine Methode, Feedback einzuholen, und Feedback ist ein zentrales Konzept im NLP.
Wie liest und versteht man Körpersprache?
Nonverbale Sprache oder Körpersprache hat ihre eigene besondere Struktur, die sich lose an der Struktur der verbalen Sprache orientiert. Menschen können über ihre Körpersprache “Wörter”, “Sätze” und ganze “Aussagen” ausdrücken. Allerdings ist Körpersprache leicht misszuverstehen, wenn sie nicht richtig analysiert wird.
Hier sind die wichtigsten Leitlinien, um die Bedeutung der Körpersprache eines anderen Menschen zu entschlüsseln:
1. Kontext
Es gibt Gesten wie verschränkte Arme, die Negativität und Widerstand gegen Ideen ausdrücken. Es gibt aber auch ganz praktische Situationen, in denen eine Person Gesten aufgrund äußerer Umstände ausführt.
Ist es zum Beispiel ein kühler Tag, verschränken die meisten Menschen die Arme vor der Brust, um sich zu wärmen. Gesten sollten immer in ihrem jeweiligen Kontext gelesen und verstanden werden, um Missverständnisse zu vermeiden.
2. Gesten-Sets
Körpersprache lässt sich deutlich besser lesen, wenn du versuchst, das gesamte Gesten-Set deines Gegenübers zu deuten.
Gesten können vereinzelt und mit großem Abstand auftreten, aber das heißt nicht, dass sie nicht miteinander zusammenhängen. In den meisten Situationen nutzen Menschen zusammenhängende Gesten, um Freude, Glück, Ablehnung oder sogar Wut auszudrücken.
Lies die Körpersprache deines Gegenübers also nicht nur im richtigen Kontext, sondern versuche auch, die Verbindungen zwischen den einzelnen Gesten zu erkennen.
Ein Beispiel: Wenn dein Gegenüber sich beim Sprechen ständig an Mund oder Nase fasst und die meiste Zeit die Arme verschränkt, kann das bedeuten, dass er nicht ganz ehrlich ist und sich schuldig fühlt (verschränkte Arme drücken typischerweise Unbehagen und Abwehr aus).
3. Nicht überinterpretieren
Manchmal möchte eine Person zustimmen, versteht aber noch nicht jedes Detail dessen, was ihr präsentiert wird. In anderen Fällen haben Menschen sich bereits entschieden, dem Vorschlag zuzustimmen, und warten nur auf den richtigen Moment, um ihre Zustimmung zu zeigen.
Wenn im Kopf deines Gegenübers noch Unsicherheit herrscht, kann es sein, dass er Anzeichen von Widerstand oder Abwehr zeigt. Diese Signale kannst du leicht überinterpretieren und in der Folge überreagieren.
Sendet dein Gegenüber gemischte Signale, konzentriere dich auf die auffälligsten Gesten und verknüpfe sie mit den verbalen Äußerungen, um zu verstehen, was er dir wirklich vermitteln will.
4. Sei aufmerksam
Wie andere NLP-Techniken erfordert auch das Lesen von und das Ausdrücken über nonverbale Sprache genaue Beobachtung. Bist du nicht aufmerksam, entgehen dir subtile Veränderungen in der Körpersprache deines Gegenübers.
Du erzielst bessere Ergebnisse, wenn du diese winzigen Veränderungen erkennst und dich so schnell wie möglich anpasst. Genaue Beobachtung ermöglicht es dir außerdem, zügig von einem Thema abzurücken, das Widerstand oder Reibung erzeugt.
Aufmerksamkeit ist eine wichtige Fähigkeit im Neuro-Linguistischen Programmieren. Die gute Nachricht: Du kannst diese Fähigkeit zu Hause entwickeln, indem du Wahrnehmungsübungen machst, die deine Sinne darauf trainieren, sich auf die kleinsten Details in deiner Umgebung zu konzentrieren.
5. Kulturelle Sensibilität
Wenn du mit jemandem aus einem anderen Land sprichst, hat diese Person mit hoher Wahrscheinlichkeit ein etwas anderes Repertoire an nonverbalen Signalen.
Es gibt universelle Signale wie Lächeln, Stirnrunzeln und Schmollen. Nutze diese allgemein verständlichen Gesten und Ausdrücke, um klar mit der anderen Person zu kommunizieren.
Hast du Zeit, dich vorzubereiten, lohnt es sich außerdem, die Kultur der anderen Person zu recherchieren, damit du eine Vorstellung davon hast, wie du dich im Umgang mit dem ausländischen Gast verhalten solltest.
Merke dir: Es ist ein großer Fehler zu glauben, dass sich jeder ausländische Gast sofort an die neue Kultur anpassen will. Sei rücksichtsvoll und achte darauf, was in der Kultur deines Gegenübers akzeptabel ist und was nicht. Wärst du an seiner Stelle, würdest du dir vermutlich dieselbe Höflichkeit wünschen.