N NLPmeistern
Ziele & Werte

Ergebnisorientiertes Denken entwickeln, Teil 1

Wie kannst du deinen Verstand darauf trainieren, sich auf Ergebnisse zu konzentrieren? Das menschliche Gehirn ist ein wahrhaft erstaunliches Analysewerkzeug. In jedem Augenblick filtert unser Gehirn belanglose Informationen aus und pickt genau die Sinneseindrücke heraus, die wichtig genug sind, um unser Bewusstsein und Unterbewusstsein zu erreichen.

Unser RAS, das retikuläre Aktivierungssystem, arbeitet permanent im Hintergrund unseres Geistes. Es siebt gewöhnliche Sinneseindrücke und erkennt Signale, die den Unterschied zwischen Überleben und tödlicher Gefahr ausmachen können.

Unser Gehirn ist mit allem ausgestattet, was es für komplexe Berechnungen und Entscheidungen in Sekundenbruchteilen braucht. Es ist außerdem ein natürliches Informationskraftwerk, das lebendige Erinnerungen im Handumdrehen abspeichern kann.

Hat unser Gehirn auch Grenzen?

Bei all diesen Superfähigkeiten hat das menschliche Gehirn eine entscheidende Einschränkung: Es kann nicht für sich selbst denken. Du musst aktiv und bewusst denken, um Ideen zu erzeugen, neue Informationen zu verarbeiten und deine aktuellen Werte und Überzeugungen weiterzuentwickeln.

Bewusstes Denken ist die Kurbel, die das Gehirn antreibt und in Gang hält. Wenn du dein Gehirn unbewusst Ideen produzieren lässt, ohne bewusst einzugreifen, kann sehr schnell einiges schieflaufen.

Du musst beobachten und lenken, wie dein Verstand arbeitet. Und um erfolgreich positive Veränderungen in deinem Leben zu bewirken, musst du bereit sein, dein Denken zu hinterfragen und zu verändern, wann immer es nötig wird.

Der Outcome-Frame

Was ist der Outcome-Frame? Der Outcome-Frame ist mehr als nur ein positiver mentaler Filter. Er ist eine fortschrittliche Methode, um Probleme zu lösen und Ziele zu erreichen. Anders als negative mentale Filter, die dein Weltbild nur eintrüben, kann dieser positive Frame radikal verändern, wie du Herausforderungen, Erfolge und sogar sogenannte “Misserfolge” betrachtest.

Der Prozess, aus einem aktuellen negativen Frame auszusteigen und in einen Outcome-Frame zu wechseln, ist tatsächlich einfach. Jeder kann ihn durchlaufen, der die Macht einer negativen Denkweise wirklich überwinden will.

Das Erste, was du tun musst, um die Transformation zu starten: Stelle dir immer wieder diese eine wichtige Frage:

“Welche Lektion habe ich daraus gelernt?”

Diese simple Frage lenkt dich weg von negativem Denken wie “Wer ist schuld an diesem Problem?” oder “Warum ist dieses Problem immer noch da?”.

Wenn du aus deinen eigenen Erfahrungen wertvolle Lektionen in Form von Feedback ziehst, konditionierst du deinen Verstand zugleich darauf, negative mentale Filter zu ignorieren und stattdessen positiv und konstruktiv zu denken.

Und denk daran: Nur sehr wenigen Menschen gelingt der Wechsel in den Outcome-Frame beim ersten Versuch. Wenn du es auf Anhieb geschafft hast, dann herzlichen Glückwunsch, du bist auf dem besten Weg, deine aktuellen Hindernisse zu überwinden.

Falls du aber das Gefühl hast, aus deinen bisherigen Erfahrungen nichts gelernt zu haben, bleib einfach dran. Früher oder später wird dein Unterbewusstsein die Information freigeben, die du brauchst. Wichtig ist nur, dass du dir die Frage immer wieder stellst: “Welche Lektionen habe ich gelernt?”

Wie du dein Gehirn bei Laune hältst

Unser Gehirn hat die natürliche Neigung, Bilder zu erzeugen und mit Informationen zu “spielen”. Ein Philosoph sagte einmal, der menschliche Geist sei wie ein ausgelassener Affe. Man muss ihn einfangen und ihm einen Pfad vorgeben, damit er nicht wild von einem Ort zum nächsten springt.

Wenn du deinem Gehirn bewusst einen Pfad vorgibst, in Form eines Plans oder eines großen Ziels, nutzt es diesen Pfad, um zielgerichtete Ideen und Verhaltensweisen zu entwickeln.

Kurz gesagt: Dein Verstand schweift nicht ab, wenn er ein Ziel zu erreichen hat. Er arbeitet fleißig, genau so, wie du es dir wünschst! Ein umherwandernder Geist kann dagegen destruktiv sein, denn ohne deine bewusste Führung fällt der Verstand auf sehr simple, unbewusste Motivationen zurück.

Rein unbewusste Motivationen sind fast nie nachhaltig (denk etwa an das Streben nach endlosem Vergnügen) und sollten nur mit Bedacht verfolgt werden.

Wenn du also das nächste Mal den Drang verspürst, alles hinzuschmeißen und in ein Baumhaus fernab allen Stresses des modernen Lebens zu ziehen, erinnere dich daran: Unser Verstand kann Ideen in Sekundenschnelle erzeugen, aber nicht jede Idee taugt als verlässlicher Wegweiser für unser Denken und Handeln.

Kannst du nach vielen Rückschlägen trotzdem erfolgreich sein?

Rückschläge sind im Kontext des Neuro-Linguistischen Programmierens einfach nur Situationen, in denen etwas nicht funktioniert hat.

Rückschläge definieren nicht dein gesamtes Arsenal an natürlichen Talenten und Fähigkeiten. Es wäre also ein logischer Fehlschluss zu glauben, du könntest dich davon nicht erholen!

Im nächsten Artikel erfährst du das Geheimnis, wie du bekommst, was du willst, und zwar mit Informationen, die bereits in deinem Unterbewusstsein schlummern. Bleib dran!