Die wahre Macht der Überzeugungen, Teil 1
Wie beeinflussen Überzeugungen unser Leben?
Eine Überzeugung ist definiert als „etwas, das wir für vollkommen wahr halten”. Die Überzeugungen eines Menschen sind die unterbewussten Wegweiser, die prägen, wie er in verschiedenen Situationen denkt, entscheidet und handelt.
Unser Unterbewusstsein ist dafür zuständig, unsere Überzeugungen zu formen und durchzusetzen. Das Bewusstsein wiederum ist der gepanzerte Wachposten, der dafür sorgt, dass unsere unterbewussten Überzeugungen eingehalten werden, bis sie auf unterbewusster Ebene verworfen oder verändert werden.
Wie entstehen neue Überzeugungen?
Normalerweise bildet sich eine Überzeugung als Ergebnis einprägsamer oder emotionaler Erfahrungen.
Eine neue Überzeugung kann auch aus jeder Form von geistigem Training entstehen, etwa durch ein Studium oder durch Bücher, die wir gern lesen. Wir erschaffen in jeder Lebensphase unterbewusst mächtige Überzeugungen, von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter.
Schon kleine Kinder können starke Überzeugungen haben, die sogar bis ins Erwachsenenalter überdauern. Wenn ein Mensch reifer wird, nimmt er aus verschiedenen Lebenserfahrungen neue Überzeugungen auf.
Eine alte Überzeugung legen wir in der Regel dann ab, wenn eine neue Überzeugung einen besseren Nutzen oder Vorteil bietet.
Idealerweise sollte ein Mensch neue Überzeugungen leicht annehmen können, vor allem wenn eine Überzeugung offensichtlich einen besseren Weg zum Ziel eröffnet. Unser Geist ist jedoch eher darauf ausgelegt, Überzeugungen festzuhalten, statt sie loszulassen.
Wir neigen von Natur aus dazu, an alten Überzeugungen festzuhalten, weil wir auf diese Weise Gleichgewicht und Beständigkeit in unserem Leben schaffen. Leider kann genau dieses Bedürfnis, alte Überzeugungen zu bewahren, einen Menschen manchmal daran hindern, sich in bestimmten Lebensbereichen weiterzuentwickeln.
Wie unterscheiden sich Überzeugungen voneinander?
Es gibt zwei Klassen von Überzeugungen, je nachdem, wie sie sich auf menschliches Verhalten auswirken: stärkende Überzeugungen und limitierende Überzeugungen.
Stärkende Überzeugungen
Stärkende Überzeugungen nutzen Menschen oft, um Dinge zu erreichen. Ein Beispiel: Jemand kann davon überzeugt sein, mit einem natürlichen Schreibtalent geboren zu sein. Diese Überzeugung kann ihm helfen, weitere verwandte Überzeugungen zu entwickeln, etwa „Ich kann Geschichten schreiben, die andere Menschen lesen wollen.”
Diese Art von positiver Überzeugung kann einem Menschen helfen, seine aktuellen Grenzen zu überwinden, weil sie seinen Blick aufs Leben verbessert. Stärkende Überzeugungen können zum Erfolg führen, solange die Person motiviert bleibt und mit Leidenschaft auf ihr Wunschergebnis hinarbeitet.
Was sind limitierende Überzeugungen?
Limitierende Überzeugungen funktionieren im Prinzip genauso wie stärkende: Du hältst diese Ideen für wahr (ob dir das bewusst ist oder nicht), und sie leiten dein Denken und Handeln.
Woran erkennst du eine limitierende Überzeugung?
Eine limitierende Überzeugung hat folgende Merkmale:
- Meistens ist sie negativ formuliert oder hat eine negative Bedeutung. Limitierende Überzeugungen enthalten oft Wörter wie „kann nicht”, „unmöglich”, „sollte nicht” oder „würde nicht”. Manchmal kommen sie auch als schlichte Feststellung daher, etwa „Ich bin miserabel im Basketball” oder „Ich bin ein schrecklicher Autofahrer.”
- Sie hält dich davon ab, etwas zu tun, das du noch nie ausprobiert hast.
- Sie stützt sich auf Angst, Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit und andere negative Emotionen.
- Es kann schwerfallen, sich diese Überzeugung einzugestehen, aber gleichzeitig kannst du nichts tun, was ihr widerspricht.
- Sie kann dich niedergeschlagen, wütend oder unzulänglich fühlen lassen, wenn du bewusst über sie nachdenkst.
Sind wir von Natur aus pessimistisch?
Manche Fachleute sagen, dass limitierende Überzeugungen existieren, weil der Mensch von Natur aus eine pessimistische Denkweise hat.
Der Pessimismus, so argumentieren sie, sei der Grund, warum unsere Vorfahren Raubtiere, Naturkatastrophen und Nahrungsknappheit überlebt haben. Optimisten, so heißt es, denken nicht darüber nach, welches Unglück als Nächstes droht, und überleben deshalb nicht so gut wie die Pessimisten.
Eine pessimistische Grundhaltung mag Sinn ergeben, wenn du mit Steinwerkzeugen hantierst und große Raubtiere dich mitten in der Nacht anfallen könnten. Die moderne Gesellschaft hat sich jedoch so stark verändert, dass eine pessimistische Denkweise heute das Gegenteil bewirkt: Statt deine Fähigkeit zu überleben und zu wachsen zu stärken, steckt sie dich in eine kleine, imaginäre Box und hält dich dort gefangen.
Viele limitierende Überzeugungen zu haben ist ein Symptom für eine negative oder pessimistische Grundhaltung.
Zum Glück kannst du mit Neuro-Linguistischem Programmieren einen lebenslangen Pessimismus verändern.
Mit NLP-Strategien kannst du dein mentales Design umbauen und einen stärkeren Geist erschaffen, der sich darauf konzentriert, die besten Pläne zu entwickeln und umzusetzen, damit du endlich die Ergebnisse genießen kannst, von denen du immer geträumt hast.
Leitfragen für dich
Im nächsten Beitrag tauchen wir tiefer in die Welt der Überzeugungen und Werte ein.
Versuche bis dahin, die folgenden Leitfragen zu beantworten:
- Was sind aktuell meine stärksten Überzeugungen über mich selbst?
- Welche dieser Überzeugungen stärken mich und lassen mich als Mensch wachsen?
- Welche dieser Überzeugungen halten mich davon ab, hinauszugehen und herauszufinden, was funktioniert und was nicht?
- Was sollte ich mit meinen limitierenden Überzeugungen tun?
- Wie kann ich meine stärkenden Überzeugungen pflegen?